Firmengeschichte
Die Schwing-Mode Firmengeschichte von 1964 bis heute
1964, Gründung der Firma “Herrenaustatter Rainer Schwing”
Am 6. November 1964 eröffnet Rainer Schwing im Alter von 23 Jahren als jüngster Einzelhändler Mosbachs auf einer Fläche von 120 qm das Ladenlokal “Herrenausstatter Rainer Schwing” in der Kesslergasse 12 (heute umbenannt in Gartenweg 6a) in Mosbach.
Nach seiner Lehre bei der Firma Breuninger in Stuttgart besuchte er die Textilfachschule Nagold (Jahrgang 1961) und arbeitete danach als Generalvertreter für die Firma Lanerossi in Stuttgart. Nach nun mehr siebenjähriger Praxis wagte er den Schritt in die Selbständigkeit und das mit Erfolg.
Das Sortiment umfasste bei der Eröffnung ca. 1000 Teile, die sich auf folgende Warengruppen verteilten: Herrenanzüge, Mäntel, Sakko und Hosen. Auch Krawatten, Herrenhüte, Schirme und später Schuhe gehörten zum Sortiment. Die Devise war: Die Ausstattung des Herrn von Kopf bis Fuß.
1968, Eröffnung “Rainers Juniorladen”
Vier Jahre später, am 10. Oktober 1968, wurde das am Marktplatz gelegene Geschäft “Rainers Juniorladen” eröffnet. Das Sortiment war für den “jungen Mann” im Alter von 10 bis 25 Jahren! Der Clou des Ladens war seine Einrichtung. Das einzig Festgelegte waren die Mauersockel und die Schaufensterwände des nur 70 qm Geschäftes. Alle Teile der Innenausstattung – Packtisch, Kabine, Spiegel, Dekoration, selbst die Warenträger – konnten nach Belieben verschoben und variiert werden.
1971, Eröffnung “Herrenaustatter Rainer Schwing” in Eberbach
Drei Jahre später wurde dann ein Ladenlokal in Eberbach am Neckar angemietet und eine Filiale des Herrenausstatters dort eröffnet (01. Oktober 1971). Auf einer Verkaufsfläche von 90 qm wurde die gleiche Zielgruppe angesprochen und das gleiche Sortiment wie im Mosbacher Stammhaus angeboten.
1980, Umzug “Herrenausstatter” und “Juniorladen” in die Fußgängerzone
Im Oktober 1980 erfolgte der Umzug der beiden Geschäfte “Herrenausstatter Rainer Schwing” und “Rainers Juniorladen” in das Haus, Hauptstraße 49. Aus der damaligen Erkenntnis heraus, “Die Unterschiede im Geschmack zwischen Jüngeren und Älteren werden sich in den 80-igern noch weiter annähern” (Textil-Mitteilung 14. August 1979), wurde die Konsequenz gezogen und die Chance großer freigewordener Räumlichkeiten in der attraktiveren Fußgängerzone wahrgenommen.
Unter der Firmierung “Haus der Kunst und Mode” wurden die Kunden zur Eröffnung am 24. Oktober 1980 in die neuen Räumlichkeiten eingeladen. Die gesamte Fläche des Hauses von ca. 500 qm war wie folgt aufgeteilt:
Gemälde Galerie Bosch 100 qm EG
Rainers Juniorladen 80 qm Erdgeschoß
Herrenaustatter Rainer Schwing 100 qm 1. Obergeschoß
ebenfalls 1. Obergeschoß 40 qm Etagen-Cafe‚ für die Kunden
Antiquitätenverkauf 100 qm 2. Obergeschoß
Verwaltung 60 qm 2. Obergeschoß
Schneiderei 20 qm 3. Obergeschoß
Werkstatt Galerie 40 qm im Keller
In dem Haus befanden sich zu damaliger Zeit vier Geschäfte.
Für die neue Ladeneinrichtung wurde helles Zierbelkiefernholz verwendet. Es sollte den Eindruck einer “teuren Apotheke” verhindern, kommentierte Rainer Schwing die Auswahl des Materials. (Textil-Mitteilung 24. November 1980)
Diese Kombination von Mode und Kunst sollte ein Test sein. Man wollte sehen, wie die Kunden darauf reagieren und ob das Konzept ankommt. Der Antiquitätenhandel wurde sehr schnell aufgegeben, da die Beschaffung von neuen Antiquitäten zu viel Zeit in Anspruch nahm. Das Café fand keine breite Akzeptanz und wurde nach drei Jahren in Bürofläche umgewandelt. Die Nähe des Büros zu den Kunden war wichtiger als ein Kunden-Café. Da in der doch relativ kleinen Betriebsgröße auch das Verkaufspersonal ab und an im Büro etwas zu erledigen hatte, war man jetzt schneller am “Point of Sale”.
1981, Aufgabe der Filiale in Eberbach im Juli
1988, Tod des Firmengründers Rainer Schwing
Am 10. Juli 1988 verstarb Rainer Schwing im Alter von 47 Jahren. Nun musste seine Ehefrau Christine Schwing die Geschäfte übernehmen.
1989, 25-jähriges Firmenjubiläum
Trotz des Todes des Ehemannes ging Christine Schwing voller Tatendrang an die Materie heran. Ihre erste große Aufgabe (und auch nicht leichte) bestand darin, ein Jahr nach dem Tod des Mannes, das 25-jährige Firmenjubiläum durchzuführen. Der damalige Sonderverkauf anlässlich des Jubiläums schlug ein wie eine Bombe. Die Offerte an die Kunden, “20% Jubiläumsrabatt”, ließen das Geschäft am ersten Samstag aus allen Nähten platzen.
1991, Eröffnung der DOB-Abteilung und neue Firmierung des Gesamthauses
Nach einer langen Phase des Umbaus wurde am 8. August 1991 das Mode-Studio Christine Schwing in den Nachbarräumen des Herrenausstatters Rainer Schwing eröffnet. Das Sortiment umfasste hochwertige DOB-Kollektionen und sollte das Sortiment der Herrenabteilung abrunden. Die modisch sportive Frau als auch der modisch sportive Mann sollten sich im Hause Schwing gemeinsam in tragbare Mode kleiden können.
1991, Einführung des EDV unterstützten Warenwirtschafts- und Kassensystems
1992, Installation des EDV unterstützten Kundeninformationssystems mit eigner Kundenkarte
1995, Neukonzeption und Änderung des Firmenlogos
Damit verbundenen war der komplett neue Werbeauftritt der Firma. Das neue Logo wurde auf allen Werbemedien (Tüten, Briefpapier, Anzeigen usw.) umgesetzt.
1997, Teilräumungsverkauf, Umbau der Geschäftsräume und Vermietung an Apollo
Im Januar 1997 wurde ein Räumungsverkauf wegen Umbau durchgeführt. Im Anschluss daran wurde die Damenabteilung vom EG ins 1. OG verlegt und die frei gewordene Teilfläche des ehem. Mode-Studios Christine Schwing an die Firma Apollo Optik vermietet. Im Zuge des notwendigen Umbaus wurden nicht nur die Geschäftsräume im EG wieder getrennt, sondern auch die Eingangs-Passage entfernt, der Eingang nach vorne an die Fußgängerzone verlegt und somit wertvolle EG-Verkaufsfläche zurück gewonnen.
Des Weiteren wurde die Teilfläche im ersten OG, auf der die Damenabteilung einzog, so umgebaut, dass eine flexible und den Möglichkeiten angepasste Rückwandabwicklung geschaffen wurde. Die Warenträger des Herrenbereichs im OG blieben unverändert. Dafür wich im EG die alten Ladeneinrichtung den neueren Ladenbauelementen des ehemaligen Mode-Studios und statt des Steinbodens wurde ein freundlicher und heller Echtholzparkettboden verlegt.
Die neue Flächenverteilung sah nach dem Umbau wie folgt aus:
EG 100qm Apollo Optik mit eigenem Eingang
80 qm Schwing Herren
1. OG 80 qm Schwing Herren
80 qm Schwing Damen
25 qm Büro
2005 Umbau des 1. OG Bereich Herren
Die in die Jahre gekommene Rückwandabwicklung der Herrenabteilung 1. OG wich nach einem weiteren erfolgreichen Räumungsverkaufs einer neueren und ebenfalls flexibleren Rückwandabwicklung Auch wurde die bis dahin unveränderte „Schwarzwaldoptik“ im gesamten 1. OG entfernt und durch eine gerade klare Linienführung in der Ladenoptik ersetzt.
2005, Einführung der Herren-Konfektions-Maßabteilung
Neben dem Umbau, wurde auch eine weitere Abteilung im Bereich Herren eröffnet. Mit dem Angebot einer Maßkonfektion wollte man den gestiegenen Ansprüchen und den sich veränderten Bedürfnissen der Männer gerecht werden.
2005, Eröffnung des ersten CBR-Stores in Baden-Württemberg
Nach Gründung der Schwing Modevertriebs GmbH & Co. KG wurde in dieser Rechtsform der erste CBR Companies Store in Baden-Württemberg in Mosbach eröffnet.
Die CBR Companies ist die Dachgesellschaft der Modemarken Street One, Cecil und One Touch. Street One und Cecil gehörten bereits seit Jahren zu den bedeutenden und erfolgreichen europäischen Young Fashion Marken. One Toch hatte Anfang 2004 ebenfalls erfolgsversprechend mit der Modevermarktung begonnen.
2009, Räumungsverkauf und Umgestaltung in den Räumlichkeiten in der Hauptstraße 49.
Zum 17. Januar 2009 wurde das Geschäft „Schwing Mode für Männer und Frauen“ nach einem Räumungsverkauf aufgelöst.
